Freitag, 30. Juli 2010
Herausgeber: Ortsgewerbeverein Groß-Umstadt 1849 e.V.

„Bürgerhaushalt“ am 24. Februar

10% weniger Geld = 10% weniger Lebensqualität in Groß-Umstadt?
(sgu) Der von Bürgermeister Joachim Ruppert zur politischen Beratung vorgelegte Doppelhaushalt 2010/2011 ist immer noch 330 Seiten stark und voll mit Zahlen - mit schwarzen Zahlen in einer gut funktionierenden Stadt. Gleichwohl werden die allein in diesem Jahr fehlenden 3,9 Mio. Euro nicht ausgegeben werden können. Dieser Binsenweisheit zufolge ist die Stadt verpflichtet, ein Konsolidierungskonzept aufzustellen, das deutlich machen muss, warum welche Leistung der Stadt eingeschränkt wird, warum Einnahmen erhöht werden sollten und welche Projekte man auf später verschiebt.

Und ganz gleich, ob es der Stadt finanziell gut oder schlecht geht, die Stadtverordneten und der Magistrat legen großen Wert darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger informiert werden und sich an der Diskussion um die Entwicklung der Stadt beteiligen und eigene Vorschläge einreichen, was am Haushaltsplan geändert werden sollte oder könnte.

Das nennt man dann „Bürgerhaushalt“, ein offenes und transparentes Verfahren für die Bürger der Stadt, für die ja Politik gemacht wird, für die die Verwaltung arbeitet. In Groß-Umstadt ein seit 10 Jahren praktiziertes Verfahren, das in Deutschland erst wenige Städte praktizieren (mehr dazu unter www.buergerhaushalt.de). Ende nächster Woche, voraussichtlich ab Do., 18.02., liegt die lesbare Bürgerbroschüre mit den wichtigsten Zahlen in allen Stadtteilen in den Einkaufslädchen und Automaten-/Geschäftsstellen der Banken aus, in Umstadt ist sie selbstverständlich auch im UmStadtBüro und in den Verwaltungsgebäuden sowie bei den Banken und der Post zu haben. Selbstverständlich steht das Dokument nach Fertigstellung auch auf der Homepage der Stadt.

Erstmals wird die Stadt diese Broschüre nicht an alle Haushalte verteilen - um Kosten zu sparen. Gleichwohl soll sie für jedermann erreichbar sein - der Verwaltungschef würde sich sehr freuen, wenn Sie sich ihr Exemplar mitnehmen und in der Familie, mit Freunden und Kollegen über das Zahlenwerk reden. Erstmals ist dieser Broschüre ein Fragenbogen beigefügt, den Sie bitte zahlreich am 24.02. in die Stadthalle mitbringen bzw. bis 26.02. im Rathaus / UmStadtBüro abgeben oder unkommentiert in den Briefkasten werfen.

Bürgermeister Joachim Ruppert lädt Sie herzlich ein, die Broschüre als Informationsgrundlage zu nutzen und am Mittwoch, 24. Februar 2009 ab 18.00 Uhr in die Stadthalle zu kommen, um sich beim „Tag des Bürgers“ aktiv in die Diskussion einzuschalten. Die Fachbereiche der Verwaltung zeigen Ihnen, welche Leistungen sie für die Bürgerinnen und Bürger erbringen und was diese kosten. Suchen Sie das Gespräch und bringen Sie Ihre eigenen Vorschläge für einen „ausgewogenen“ Haushalt vor. Was würden Sie als PolitikerIn tun, um die Lebensqualität für die BürgerInnen unserer Stadt zu sichern? Welche finanzierbaren Zukunftsperspektiven sehen Sie bei Straßenverkehr, Feuerwehr, Kindergärten, Kulturprogramm, Jugendarbeit, Baugebieten, Umweltschutz oder Nachhaltigkeit? Würden Sie andere Schwerpunkte setzen? Was sollte dringend in Ihrem Stadtteil angepackt werden?
 

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