Vertreter aus den Stadtmarketing Abteilungen der Städte, Bürgermeister, die Vorsitzenden der Gewerbevereine und allen voran Landrat Peter Schellhas fanden sich auf Einladung des Regionalmanagements Darmstadt Dieburg in den Räumlichkeiten der CAPAROL Werke zum Gedankenaustausch ein.
Hauptthema des Abends war die „Belebung von Innenstädten“
Gerade die Innenstädte sind in den kleineren Städten des östlichen Landkreises ein besonderes Problemkind. Leerstände, mangelnde Angebotsvielfalt und fehlende Parkräume ziehen sich wie ein roter Faden durch die Mängelliste der fachkundigen Teilnehmen. Lösungsansätze gibt es zwar, Lösungen selbst scheinen aber weit entfernt.
Hohe Qualitätsstandards und Serviceorientierung waren die meistgenannten Begriffe als es um Vorteile zum Einkauf auf der Grünen Wiese ging. Aber auch da war man sich weitgehend einig, dass diese kaum in ländlichen Räumen erfüllt werden, sondern oftmals nur Lippenbekenntnisse sind.
Dieburg wird wohl erste Qualitätsstadt in Südhessen werden. 20 Unternehmen haben sich dort in den letzten 6 Monaten von der Offensive „ Servicequalität Deutschland“ zertifizieren lassen. In Reinheim ist man diesbezüglich noch guten Mutes, aber es fehlen noch mehr als 50 % um die erforderliche Zahl an Teilnehmern zu komplettieren. In Groß-Umstadt sieht es noch düsterer aus.
Allerdings wurde vom Dieburger Gewerbevereinsvorsitzenden ausdrücklich betont, dass es ohne ein hohes persönliches Engagement der Wirtschaftsförderin der Stadt, die in unzähligen Einzelgesprächen Unternehmer und Gewerbetreibende von der „guten Sache“ überzeugt habe, nicht gelungen wäre ausreichend Teilnehmer zusammenzubekommen.
Innenstädte wie ein Einkaufscenter zu betrachten und zu managen wäre auch nach Ansicht von Peter Schellhas der richtige Weg. Wer sich auf diesen konzeptionellen Weg begäbe hätte eine Chance auf Erfolg. Er machte aber auch deutlich, dass dies erstens sehr viel persönliches Engagement verlange, dass man ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern kaum abverlangen könne, und zweitens selbst für Profis, sofern diese überhaupt in den Städten vorhanden seien, ein „hartes Brett“ sei, was es zu durchstoßen gelte.
Mehr Kommunikation und mehr Koordination ist das erste Ziel, was man unter den Gewerbevereinen und den städtischen Abteilungen erreichen will.
Das nächste Treffen findet im Herbst in Messel statt.