Rund 8500 qm Waldfläche wurden für die zwei neuen Windkrafträder am Binselberg gerodet. 179 m und damit fast doppelt so hoch wie die zwei bestehenden Anlagen, werden sie die Silhouette Groß-Umstadts von Dieburg aus kommend bestimmen.
Das Baurecht für die umstrittene Anlage wurde zwischenzeitlich von Behörden und Gerichten bestätigt. Die Anlage soll mit Ihrer Kapazität rund 3000 Haushalte mit Strom versorgen können.
Laut Angabe des Forstamtes Dieburg handele es sich um einen „nicht allzu wertvollen“ Bestand von „viel Jungwuchs und einigen älteren Kiefern“. Die Hälfte wurde alleine für die Baustelleneinrichtung gerodet und soll nach Errichtung der Windräder wieder aufgeforstet werden. Einen Öko Ausgleich für den Rest werde es an anderer Stelle geben.
3 Umstädter Investoren hatten mit der HSE einen Groß-Investor gefunden. HSE ist einer der führenden Öko-Strom-Anbieter in Deutschland und will bis zum Jahr 2015 einen Anteil von 20 % Ökostrom erreichen. 100 % der Investitionskosten von rund 8 Millionen Euro am Binselberg werden derzeit von der HSE getragen.
Verwunderlich, dass in der Vergangenheit im Zusammenhang mit den Anhörungen zum Regionalplan allerdings verschwiegen wurde, wie weit bereits die Genehmigungsverfahren fortgeschritten waren und wie schnell mit dem Bau begonnen werden könne. Selbst die Gegner der Anlage , Naturschutzverbände und Politik zeigten sich jetzt überrascht von der plötzlichen Baustellenvorbereitung.
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