Dienstag, 07. Februar 2012
Herausgeber: Ortsgewerbeverein Groß-Umstadt 1849 e.V.

Haben wir „Winter“ verlernt?

Eine Kolumne von Michael Dauber
Groß-Umstadt, 09.01.2010

Scheinbar haben wir verlernt, was eigentlich Winter bedeutet und wie man damit umgeht – warum würden wir sonst so in Panik geraten, nur weil uns die Medien ein Horrorszenario namens „Daisy“ auftischen. Schon rennen wir los in die Supermärkte und kaufen auf Vorrat und vor allem Salz.

Da wird berichtet es geht das Salz aus. Als läge dies nicht an den leeren Kassen der Kommunen, sondern an mangelndem Vorhandensein dieser Ressource. Man hofft halt auf einen milden Winter. Die Aktionäre von Esco und K+S freuen sich zumindest  über diese Art der Kommunalplanung und die Aktienkurse.

Salz ist für die Suppe und vielleicht für das Frühstücksei gut, aber für die Umwelt?
Vielerorts ist Salz streuen verboten. Man fragt sich nur, warum die Bürgersteige dann bei -7 Grad so abgetaut aussehen und es unter den Schuhen so knirscht.

Mal abgesehen davon, dass Autofahrer auf gestreuten Straßen meist erheblich zu schnell fahren,  sind Umweltbelastung und die Schäden an Bäumen, dem Grundwasser, den eigenen Schuhen oder dem heimischen Parkett, ein nicht unwesentlicher volkswirtschaftlicher Faktor.

Vielleicht machen wir es einfach mal so wie die Länder, die mit Winter so richtig Erfahrung haben, und schonen somit unsere Umwelt und die Volkswirtschaft. Wir verzichten ganz auf´s Streuen mit Salz und fahren einfach weniger und vorsichtiger.

Weil:  „wenn´s Winter ist, ist´s halt kalt -  und wenn´s kalt ist, ist´s halt glatt.“
 
 

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