Montag, 21. Mai 2012
Herausgeber: Ortsgewerbeverein Groß-Umstadt 1849 e.V.

In Groß-Umstadt wird der Wein knapp.

Foto: Annamartha / pixelio.de Groß-Umstadt, den 13.10.2010/dru - 2009 war schon ein relativ ertragsschwaches Jahr und für den Jahrgang 2010 sieht es nicht viel besser aus. Oliver Schröbel sieht dies mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Die Mehrzahl der Weiß- und Rose- Weine aus der Odenwälder Winzergenossenschaft ist bereits ausverkauft. In Litergebinden gibt es gar nichts mehr. Rotweine stehen noch zur Verfügung, da diese eher im Winter als im Sommer getrunken werden.

Die Umstädter Weine erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In guten Jahren bringen die rund 50 Hektar Anbaufläche rund 400.000 Liter Ertrag. In vergangenen Jahr waren es nur rund 300.000 Liter. Bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach den viel prämierten Umstädter Weinen wird dies zum Problem. Bei Gastronomen, die die Umstädter Weine auf die Karte genommen haben, kann es zu Engpässen kommen. Mit Preiserhöhungen will die Winzergenossenschaft jedoch nicht reagieren. Damit würde man die treuen Abnehmer und Verbraucher vor den Kopf stoßen.

16 Hektar neue Anbaufläche könnten schon ab kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Genehmigungsfähige Flächen sind ausreichend vorhanden und entsprechende Anträge wurden gestellt. 10 Hektar dürften es wohl werden. Allerdings wird es  mindestens 3 Jahre dauern, bis auf diesen Flächen ein ordentlicher Ertrag geerntet werden kann.

Der Trend hat sich wieder vom Rot- zum Weißwein gedreht. Auch will man Frühreife Sorten für die beliebten Federweisse und -roten erweitern, da die Nachfrage nach diesen Weinen zunehmend größer wird.

Trotz allem ist nicht damit zu rechnen, daß Groß-Umstadt in 2011 ein „trockenes“ Winzerfest erlebt.

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