Donnerstag, 23. Februar 2012
Herausgeber: Ortsgewerbeverein Groß-Umstadt 1849 e.V.

OGV Jahresrückblick 2011

Wir wünschen all unseren Mitgliedern und Lesern einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2012
© Marem - Fotolia.com

2011 war ein turbulentes Jahr für den Ortsgewerbeverein Groß-Umstadt.

Im Januar ...
... wurde der seit 2010 schwelende Zwist mit den Einzelhändlern der Innenstadt beigelegt. Man einigte sich auf die neuen verkaufsoffenen Sonntage und die Verlegung der Gewerbeschau vom Johanniswochenende auf den Frühlingsmarkt

Im April ...
... findet erstmals ein verkaufsoffener Sonntag zum Ostermarkt statt. Bei wunderschönem Wetter erfreut sich die Innenstadt eines regen Besucherstroms. Der Bietbrunnen wurde vom OGV österlich geschmückt, Eier und Süssgkeiten wurden vom Osterhasen an die Passanten verschenkt.

Im Mai ...
... wurde der Frühlingsmarkt nicht wirklich zu einer erfolgreichen Veranstaltung. Zwar hatten erheblich mehr Unternehmen teilgenommen als bei den vorangegangenen Gewerbeschauen zum Johannismarkt - allerdings war die Beteiligung von Umstädter Unternehmen eher mäßig. Die Beteiligung an dem Künstlertreff Montmartre, der in 2010 noch viele Besucher angelockt hatte war diesmal eher dünn, was letztendlich auch an dem schlechten Wetter gelegen haben mag. Die Stadt belastete den OGV erstmals mit nicht unerheblichen Gebühren für die erforderlichen Straßensperrungen.
Vorstandsvorsitzender Thomas Gleichmann trat aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.

Im Juni...
.... auf der Jahreshauptversammlung konnte eine Satzungsänderung wegen eines Formfehlers nicht umgesetzt werden. Der Vorstandsvorsitzende Michael Dauber machte bekannt, dass die Amtszeit des amtierenden Vorstandes am 31.12.2011 endet und ein neuer Vorstand gefunden werden müsse, da vier der amtierenden Vorstandsmitglieder, u.a. er selber, nicht mehr kandidieren würden. Der Mitgliedsbeitrag wird erstmals nach 25 Jahren angehoben um zukünftig stärker Fremddienstleister in die Organisation von Veranstaltungen einbinden zu können und den Vorstand in seiner Verwaltungsarbeit zu entlasten.
Die Mitgliederversammlung beschloss die 2. Stufe der Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung und ein entsprechendes Investment.
Erstmals wurde durch die Äußerungen des ersten Stadtrates D. Kerkau deutlich, dass es offensichtlich zwischen politischen Vertretern, der Stadt und dem OGV deutliche Differenzen darüber gibt, was die beiden Parteien unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung verstehen.

Im Juli...
... entscheidet sich der Vorstand ein einheitliches und durchgängiges Werbekonzept für die Veranstaltungen des OGV umsetzen zu lassen und beauftragt die Werbeagentur Karg Mediateam mit der Entwicklung des Konzeptes.
Die städtische Pressestelle weigert sich nach wie vor und nachhaltig, den Umstädter mit Informationen zu versorgen.

Im August ...
... wird der letzte verkaufsoffene Sonntag des Jahres auf den 30. Oktober gelegt und eine Kooperation mit den privatvermarktenden Winzern Umstadts im Rahmen der Veranstaltung Wein & Kultur eingegangen. Aus dem zunächst formulierten Kürbismarkt wird der Umstädter Weinherbst.

Im September ...
... war Winzerfest. Eine Beteiligung des OGV am Winzerfestumzug scheitert, trotz des auf das Gewerbe zugeschnittenen Mottos, an der mangelnden Beteiligungsbereitschaft der Mitglieder. Der Verkaufsoffene Sonntag zum Bauernmarkt war erfolgreich.

Im Oktober ...
... war der Umstädter Weinherbst ein voller Erfolg. Selten hat ein verkaufsoffener Sonntag so viele Besucher nach Umstadt gelockt. Das neue Werbekonzept hat gegriffen und die privatvermarktenden Winzer fühlten sich durch diese Veranstaltung bei Ihrer Veranstaltung Wein & Kultur behindert. Verstanden hat dies niemand.

Im November ...
... erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Dauber seinen Rücktritt vom Amt zum 31.12.2011 und Umstadt ein Gedicht findet wieder an seinem angestammten Termin Mitte November statt.
Die neue Weihnachtsbeleuchtung wird installiert und führt erneut zu einer Missstimmung zwischen Stadt und OGV. Beide hatten bei der Planung übersehen, dass Umstadt ein Gedicht in die „stille Woche“ zwischen Volkstrauertag und Totensonntag fiel und somit die Einschaltung der neuen Weihnachtsbeleuchtung zu Umstadt ein Gedicht bei Teilen der Bevölkerung auf Kritik stoßen würde. Sie wurde dann aufgrund einer städtischen Anordnung abgeschaltet und zu Umstadt ein Gedicht blieb es dunkel in der Innenstadt. Auch die erneute Wiedereinschaltung ließ, trotz anders lautender Zusicherung noch 5 Tage auf sich warten.
Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde im Rahmen einer Satzungsänderung die Verkürzung des Vorstandes auf 5 Mitglieder beschlossen und Umstadts erster Stadtrat Dietrich Kerkau nahm die Gelegenheit erneut zum Anlass den OGV Vorstand wegen der Weihnachtsbeleuchtung zu maßregeln.  Wohlgemerkt eingeschaltet wurde Sie am Dienstag der stillen Woche durch die Stadt, nicht durch den OGV, der die Einschaltung erst zu Umstadt ein Gedicht geplant hatte.

Im Dezember ...
... rügte Bürgermeister Joachim Ruppert den Artikel von Chefredakteur Michael Dauber im Umstädter bezüglich der mangelhaften Kooperation zwischen Stadt und OGV als „übles Nachtreten“. Dauber hatte sich erlaubt öffentlich über die Usancen der Stadt in Sachen Kooperation zu sprechen – nicht hetzend, nicht beleidigend, nicht übertrieben, sondern faktentreu. – Wohlgemerkt im vereinseigenen Presseorgan.
Der Umstädter Schloß-Advent machte es dann deutlich was die Stadt unter Kooperation versteht.  Der OGV erhielt erstmals eine Rechnung über die Miete des Marktplatzes für die Veranstaltung Umstädter Schloß-Advent in Höhe von 500 Euro. Hinzu kamen die Kosten für einen Plan und die Marktfestsetzung. Die Schankgebühr fiel doppelt so hoch aus wie im Jahr 2010 und für den Einsatz einer Kehrmaschine zur Reinigung des Marktplatzes am Abbautag wurde gleich eine Rechnung avisiert. Hinzu kommen Kosten des Bauhofes die noch nicht vorliegen. Tolle Kooperation!
Der Gewerbeverein hat in die Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung und Umstellung auf energiesparende LED Technik in den letzten beiden Jahren rund 40.000 Euro investiert. Die Stromkosten, die ja wie allerorts üblich, von der Gemeinde getragen werden, sinken damit jährlich um einige tausend Euro.
Die Erneuerung, eines von der Stadt am alten Amtsgericht  entfernten Spannseiles für ein Beleuchtungselement wurden dem OGV von Seiten der Stadt mit rund 1200 Euro berechnet. Tolle Kooperation!


Zum Jahresabschluß ...
... und Rückblick sollte hier eines noch deutlich gemacht werden. Bei all unserer Kritik an städtischem Verhalten und mangelnder Kooperation ist es uns wichtig deutlich zu machen, dass dies nicht an dem Sachgebiet Stadtmarketing, Kultur und Sport liegt. Sowohl der Sachgebietsleiter Herbert Lang als auch seine Mitarbeiterinnen haben im ganzen Jahr ihr Möglichstes getan um mit dem Gewerbeverein gut zusammenzuarbeiten. Viele Informationen, die von uns im Umstädter zur Kultur veröffentlicht wurden kamen von dort und nicht von der eigentlich zuständigen Pressestelle, die sich seit mehr als einem Jahr weigert unserer Redaktion Informationen zukommen zu lassen. Einen Kulturteil hätte es sonst nicht gegeben.
In vielen Situationen fanden sich durch den Einsatz dieser Abteilung unproblematischen Lösungen und Hilfe. Zuletzt noch beim Zeltaufbau und Abbau während des Sturms am Adventsmarkt.

M. Dauber

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