Montag, 21. Mai 2012
Herausgeber: Ortsgewerbeverein Groß-Umstadt 1849 e.V.

Reisebericht Steinernes Meer und Königssee

Knapp 50 Personen des OWK Groß-Umstadt machte sich an Fronleichnam auf den Weg in das Berchtesgadener Land.
Sie waren in 3 Gruppen unterteilt:
a)    die Alpinisten, die eine Bergtour durch das Steinerne Meer unternahmen
b)    die Bergwanderer, die rund um den Königssee unterwegs waren
c)    unsere Familiengruppe

a)    Unsere Alpinisten starteten am Parkplatz Wimbachklamm. Es ging über die Wasserfälle der Wimbach Richtung Watzmannhaus. Plötzlich auftretendes Gewitter stoppte die Truppe. Schutz wurde aber schnell in einer verlassenen Hütte, unterhalb des Watzmannhauses, gefunden.
Nach dem Gewitter ein Abstieg über mehrere durch Seile gesicherte Stellen.
gegen 17 Uhr dann Ankunft auf der Kührointalm.
Am nächsten Tag wurde der Blick auf den Königssee durch dichten Nebel und Dauerregen verhindert. Es ging Richtung Hundstodgatterl (2.200 m) beim großen Hundstod. Nach der Überschreitung des Hundstodgatterl ging es wieder runter und anschließend wieder hoch zum Ingolstädter Haus, mitten im Steinernen Meer. An diesem Tag mussten alle Teilnehmer an die Grenzen Ihrer Leistungsfähigkeit gehen.  Am 3. Tag führte uns der Weg über viele Schneefelder und Felsen Richtung Riemann-Haus. Nach kurzer Rast dort ging es über den Feldkogel, mit einer super Aussicht auf den Königssee, zum Kärlinger Haus.
Am letzten Tag nahm man  nicht den Weg direkt nach Sankt Bartholomä, sondern nahm den Weg zum Obersee des Königsees.
Bei strömenden Dauerregen sackte man  öfters im schlammigen Boden
ein. Als die Gruppe dann auf einen Klettersteig traf, wurde der Abstieg dann
noch rutschiger. Über viele Leitern, Treppen und durch Seile gesicherte Stellen kam man dann  am Obersee an.
Mit dem Boot fuhr man dann nach Schönau, wo man sich in einem Restaurant
für die Heimkehr stärkte.
b)    die Bergwanderer starteten am Parkplatz Königssee. Von der Jenner Talstation ging es hoch Richtung Carl von Stahl Haus. Auf diesem Walspfad hatte man traumhafte Blicke auf den Königssee. Aber nicht lange. Ein plötzlich stark auftretendes Gewitter  trübte etwas die Stimmung. Auf der Königsbachalm stellte man sich unter und wartete auf besseres Wetter. Dies sollte aber nicht kommen und so setzte man die Wanderung bei strömenden Regen zum Carl von Stahl Haus auf 1.236 m fort. Am nächsten Tag ging es dann bei besserem Wetter über das Schneibsteinhaus Richtung Wasseralm.
An diesem Tag ging es dann auch bergauf und bergab über das Hochgeschirr(1949m), Gebirgswälder und zwischendurch Aussicht auf den Obersee. Unser Übernachtungsquartier Wasseralm war übrigens nichts für Warmduscher. Die Toilette für Männlein und Weiblein war ein Plumpsklo  und die Waschgelegenheit war ein Wassertrog oder ein vorbeifliesendes Bächlein.
Bei einer super guten Hüttenatmosphäre waren diese Unpässlichkeiten aber schnell vergessen. Am 3. Tag ging es dann über den Halsköpf, Schwarzensee, Grünsee und Funtensee zum Kärlingerhaus.
Am letzten Tag wanderten wir dann vom Kärlingerhaus über die berühmt berüchtigte Saugasse im strömenden Regen nach St. Bartolomä. Dort angekommen stärkte man sich bei inzwischen strahlendem Sonnenschein mit den berühmten geräucherten Saiblingen im Fischerlstüberl.

c)    Die Familiengruppe des OWK Groß-Umstadt verbrachte die erste Nacht in  
einer Jugendherberge in Salzburg.
Am folgenden Tag starteten sie in Schönau am Königssee mit dem
Übersetzen nach St.Bartholomä. Von dort ging es 5 Stunden steil bergauf
durch die   berüchtigte Saugasse bis zum Kärlingerhaus am Funtensee.
Nach einer unruhigen Nacht in einer ungewohnten Unterkunft
(Matratzenlager)nahmen Sie am Samstag den Hausberg der Hütte, den 
Viehkogel in Angriff. Aufgrund des schlechten Wetters(Regen, starker Wind
und lausige Temperaturen) kehrte der Großteil der Gruppe nach etwa 2/3 des
Weges um und verbrachte den Rest des Tages am Funtensee.
Leider musste die Gruppe am Sonntag bei teilweise starkem Regen dann den
Rückweg zum Königssee antreten. Als Sie das Seeufer erreichten, wurden Sie                
mit Sonnenschein und einer umwerfenden Bergkulisse belohnt.

Die Teilnehmer haben die erlebnisreichen Tage im Hochgebirge genossen und großen Gefallen daran gefunden – das Kärlingerhaus war am letzten Abend fest in Umstädter Hand - eine Fortsetzung sollte folgen ….

Nochmals ein großer Dank an die Organisatoren dieser Tour unserem Wanderwart Gunther Wagner, mit seinen Wanderführern Daniela, Dietmar und Günther, die diese Bergtour planten und durchführten.

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